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Rutin nach einem Mountainbike-Sturz – Pflanzliche Hilfe bei Prellungen?

Mountainbike Fahrerin will einen Berg runterfahren

Ein Sturz beim Mountainbiken kann ganz schön Spuren hinterlassen. Bei meinem ersten größeren Sturz im Bikepark Willingen landete ich mit dem Oberschenkel direkt auf dem Boden. Gebrochen war zum Glück nichts. Dafür entwickelte sich innerhalb kurzer Zeit eine ziemlich heftige Prellung mit einem großen Bluterguss.

Neben Kühlen, Ruhe und etwas Geduld habe ich damals auch Rutin ausprobiert. Rutin ist ein pflanzlicher Flavonoidstoff, der beispielsweise in Buchweizen vorkommt.

Ich finde solche natürlichen Begleiter interessant, möchte aber auch klar unterscheiden zwischen dem, was wissenschaftlich gut belegt ist, und dem, was ich persönlich als hilfreich erlebt habe. Deshalb geht es in diesem Artikel nicht um ein Wundermittel gegen blaue Flecken, sondern darum, was Rutin ist, was man darüber weiß und warum ich es nach einem Sturz für mich interessant finde.

Was ist Rutin?

Buchweizenblüten - und blätter mit Rutin

Rutin gehört zu den Flavonoiden und kommt natürlicherweise in verschiedenen Pflanzen vor. Besonders bekannt ist Buchweizen als Rutinquelle.

Flavonoide sind Pflanzenstoffe, die in unserer Ernährung ganz selbstverständlich vorkommen. Rutin wird außerdem als Nahrungsergänzungsmittel angeboten.

Was passiert bei einer Prellung?

Bei einer Prellung wird das Gewebe durch einen Stoß oder Aufprall meist ohne sichtbare Wunde stark zusammengedrückt. Dabei kann es zu folgenden Reaktionen kommen:

Dabei können kleine Blutgefäße beschädigt werden. Blut tritt in das umliegende Gewebe aus – der typische blaue Fleck entsteht.

In den folgenden Tagen verändert sich die Farbe häufig von blau oder violett über grünlich bis gelblich. Das ist Teil des natürlichen Abbaus des Blutergusses.

Wie stark eine Prellung ausfällt und wie schnell sie wieder verschwindet, hängt unter anderem von der Stärke des Aufpralls, der betroffenen Körperstelle und dem individuellen Heilungsverlauf ab.

Wie könnte uns Rutin nach einem MTB-Sturz unterstützen?

Rutin wird schon seit längerer Zeit wissenschaftlich untersucht, unter anderem im Zusammenhang mit Blutgefäßen, oxidativem Stress und entzündlichen Prozessen.

Meine Erfahrung als Mountainbikerin

Ich persönlich habe Rutin das erste Mal nach einem heftigen Sturz auf dem Hometrail ausprobiert. Der Schock war groß, der Sturz schmerzhaft, und der Bluterguss, der sich schnell bildete, sah alles andere als schön aus. Ob es nun Placebo war oder nicht, der Bluterguss war bei mir deutlich schneller verschwunden als früher.

Im darauf folgenden Bikeurlaub habe ich Rutin bereits vorher eingenommen. In Italien am Strand fiel uns beiden auf, dass ich endlich mal nicht wie ein befleckter Dalmatiner am Strand lag, obwohl ich sonst sehr schnell zu blauen Flecken neige.

Seitdem gehört Rutin für mich fest zu meiner Crash-Apotheke. Besonders bei intensiveren Fahrten oder unvorhergesehenen Stürzen habe ich das Gefühl, dass Rutin mir dabei hilft.

Rutin über Lebensmittel – bringt das was?

Rutin kommt natürlicherweise in verschiedenen pflanzlichen Lebensmitteln vor. Besonders bekannt ist Buchweizen.

Buchweizen lässt sich beispielsweise ganz unkompliziert in die Ernährung integrieren, als Bestandteil von Müsli, Pfannkuchen, Bowls oder anderen Gerichten.

Lebensmittel sind die Basis. Aber wenn ich eine höhere Dosis Rutin einnehmen möchte, ergänze ich.

Rutinreiche Lebensmittel auf einen Blick:

LebensmittelRutin-Gehalt (ca. pro 100 g)Hinweis
Buchweizen (v. a. Schale)100–200 mgTop-Quelle – besonders als Tee oder Keimling
Holunderbeeren/-blüten20–50 mgAuch lecker als Saft oder Aufguss
Äpfel (Schale!)5–10 mgAm besten in Bioqualität
Spargel, Zwiebeln<5 mgEher kleine Mengen, aber immerhin

Tipp: Rutin ist wasserlöslich, aber hitzeempfindlich, also besser roh oder als Tee (z. B. Buchweizentee).

Rutin bei Prellungen & Blutergüssen – Ein Gedanke zum Schluss

Ein Sturz beim Mountainbiken ist schnell passiert und oft merkt man erst danach, wie wichtig die richtige Regeneration ist. Für mich ist Rutin inzwischen ein fester Bestandteil meiner „Recovery-Routine“ geworden.

Auch wenn die Forschung noch nicht endgültig abgeschlossen ist, zeigen erste Studien und meine eigenen Erfahrungen, dass es helfen kann, den Heilungsprozess zu unterstützen.

Wichtig dabei ist, dass Rutin kein Wundermittel ist, sondern Teil eines ganzheitlichen Ansatzes, zusammen mit Ruhe, Ernährung und weiteren Regenerationsmethoden.

Ich bin neugierig, wie du das erlebst. Schreib mir gern hier in den Kommentaren oder drüben auf Instagram. Alles Liebe, Vanessa

Hinweis: Dieser Beitrag basiert auf meinen persönlichen Erfahrungen und meiner Auseinandersetzung mit dem Thema Rutin. Die Informationen dienen ausschließlich der allgemeinen Orientierung und ersetzen keine medizinische Beratung oder Behandlung. Bei Verletzungen, starken Beschwerden oder Unsicherheit solltest du ärztlichen Rat einholen.

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